(Ein Tipp von Imke Schwarz, Pastorin in Hittfeld)

Sie ist die jüngste der ursprünglich vier Lüneburger Stadtkirchen und birgt in ihrem Innern eine faszinierende Zusammenschau von Kunstwerken aus mehreren Jahrhunderten: die St. Nicolai-Kirche. Wesentlich im 15. Jahrhundert gebaut, erhebt sich die dreischiffige Backstein-Basilika im sogenannten „Wasserviertel“ von Lüneburg. Dieses Gotteshaus wurde auch „Schifferkirche“ genannt, weil in ihrer Umgebung Flussschiffer und die von der Handelsschifffahrt lebenden Handwerker angesiedelt waren.

Die Kunstschätze dieser Kirche bieten ein interessantes Zusammenspiel: So kann der Besucher den matt golden glänzenden Hauptaltar aus dem 15. Jahrhundert betrachten. Er bietet 20 geschnitzte Szenen aus dem Leben Jesu. Gleichzeitig fallen die beiden modernen Kirchenfenster des Künstlers Hans Schreiter aus dem Jahre 1987 ins Auge. Sie tragen die Namen „Golgathafenster“ und „Gethsemanefenster“. Figürliche und abstrakte Darstellung können in ihrem Wechselspiel wahrgenommen werden und betonen verschiedene Aspekte des Glaubens.

Überdies lässt sich die älteste Stadtansicht Lüneburgs in der Kirche betrachten und ein Bronzetaufbecken aus der Zeit um 1325. Ein weiteres Kleinod ist der Holzengel des Künstlers Dieter Schröder, geb. 1950 in Lüneburg: eine zerbrechliche Figur mit starken Flügeln.

In einem kurzen Mittagsgebet in St. Nicolai jeden Donnerstag um 12 Uhr werden einzelne Kunstwerke intensiv betrachtet.
Mehr über die St. Nicolai-Kirche und ihre Schätze erfahren Sie unter

http://www.luene-info.de/nicolai/nicolai.html
 

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